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Flexibel, aber erschöpft? Wie berufstätige Mütter im Homeoffice die Reißleine ziehen, bevor der Burnout kommt
Das Digitalzeitalter und die damit verbundene Flexibilität der Erwerbsarbeit sind ein Segen․ Die Möglichkeit von Zuhause aus zu arbeiten‚ das sollte die Vereinbarkeit von Karriere und Familie ohne Abstriche ermöglichen․ Das lässt sich jedoch nicht mit der Realität vereinbaren‚ dass im Hintergrund der Videokonferenzen weiter die Hausarbeit und die Kinderbetreuung auf den Nerven lasten․ Anstatt der erhofften Freiheit sind viele Frauen ständig erreichbar und arbeiten sich auf dem Weg in die totale Erschöpfung․

Um die Doppelbelastung zu mindern‚ suchen viele Frauen in anderen Berufsmodellen und flexibleren Anstellungen․ So finden Frauen‚ die ihre Arbeitszeit reduzieren möchten‚ bei Jooble Minijobs im Homeoffice‚ die sich besser mit der Familie vereinen lassen․ Um wieder einen größeren Einfluss über den Alltag zu gewinnen‚ kann es helfen‚ die eigene Beschäftigung bewusst runterzufahren․ Damit dieser Druck dauerhaft nachlässt‚ sind jedoch größere Umstellungen im Alltag notwendig․
Table of Contents
Die Doppelbelastung im Homeoffice: Warum die Grenzen zwischen Job und Familie verschwimmen
Der größte Nachteil ist‚ dass im Homeoffice keine physischen oder zeitlichen Grenzen vorhanden sind․ Wenn der Arbeitsplatz nur einige Schritte vom Küchentisch entfernt ist‚ ist es sehr schwierig abzuschalten․ Berufstätige Mütter‚ die in der Pause schnell die Waschmaschine beladen oder das Abendessen vorbereiten‚ können sich oft keine Zeit für einen kompletten Berufswechsel nehmen‚ denn das Gehirn hat nie wirklich Pause und ist immer im Multitaskingmodus․
Die Erreichbarkeit zu Hause wird von der Familie oft nicht korrekt interpretiert․ Kinder oder der Partner sehen die Mutter als verfügbar‚ auch wenn diese sich gerade mit einer wichtigen Aufgabe beschäftigt․ Zudem kommt es durch kurze Unterbrechungen im Tagesverlauf zu einem Verlust der Konzentration auf eine Aufgabe und damit zu einer dauerhaften Überlastung des kognitiven Systems․ Der Wechsel zwischen beruflichen und familiären Anforderungen erfordert viel Energie․
Kluge Strategien für den Alltag: So gelingt die echte Abgrenzung zwischen Arbeitszeit und Familienleben
Ein Burnout-Risiko ist bei flexibler Arbeit nur dann nicht gegeben‚ wenn diese mit einer soliden Grenzziehung und einem festen Ordnungsrahmen einhergeht․ Flexibilität darf nicht Anarchie am Arbeitsplatz sein․ Es müssen jedoch auch Strukturen geschaffen werden‚ an denen die Mutter und die Familie sich orientieren können․
Um Grenzen im Alltag zu setzen‚ gibt es verschiedene Möglichkeiten:
- Ein fester Arbeitsort: Wer kein Arbeitszimmer hat‚ sollte sich einen festen Arbeitsplatz zu Hause einrichten‚ der auch nach dem Arbeitstag nicht mehr aufgesucht werden sollte․
- Ein geschlossenes Zimmer oder ein Schild an einer Tür ist für Kinder ein Signal: „Jetzt bitte nicht stören“․
- Feste Arbeitsfenster definieren: Kernarbeitszeiten sollten im Vorfeld mit dem Team und mit der Familie kommuniziert und von den Teammitgliedern eingehalten werden․
- Digitale Barrieren: Berufliche Messenger während der Freizeit auf dem Smartphone auf lautlos stellen und das Laptop zuklappen․
- Pendeln simulieren: Ein kurzer Spaziergang um den Block vor und nach der Arbeit hilft dem Geist‚ den Übergang vom Job zum Privatleben zu bewältigen․

Selbstfürsorge statt Perfektionismus: Warnsignale erkennen und rechtzeitig Nein sagen lernen
Der Versuch‚ in allen Lebensbereichen auf allen Ebenen absolut perfekt zu sein‚ ist der sicherste Weg in den chronischen Stress․ Mütter versuchen oft‚ die fehlerfreie Mitarbeiterin‚ die immer geduldige Mutter und die ordentliche Hausfrau zugleich zu sein․ Solch ein gesellschaftlicher und persönlicher Anspruch ist nicht nur utopisch‚ sondern auch nicht auf Dauer und auf Kosten der eigenen psychischen und physischen Gesundheit realisierbar․ Selbstfürsorge ist keine Form von egoistischer Selbstverwirklichung‚ sondern eine Bedingung zur Stabilisierung des Alltags․
Diese ersten Anzeichen körperlichen und seelischen Erschöpfungszustandes werden oft nicht beachtet․ Beispiele sind Schlafstörungen‚ die trotz großer Müdigkeit nicht nachlassen‚ eine Müdigkeit‚ die nicht mehr abklingt‚ eine Reizbarkeit im Umgang mit seinen Mitmenschen und der Eindruck‚ dass man innerlich völlig ausgebrannt oder leer ist․ Die Symptome sind ein klares Zeichen dafür‚ dass es an der Zeit ist‚ das Leben zu überdenken․
Frauen müssen auch von sich aus lernen‚ Platz zu machen für andere: beim Partner‚ bei den größeren Kindern․ Auch im Beruf ist Umdenken nötig․ Eine höfliche‚ aber bestimmte Absage an ein Projekt oder ein neues Ehrenamt im Kindergarten bewahrt die eigenen Energiereserven und hilft‚ einem Burnout vorzubeugen․ Wer auf sich selbst achtet und seine Kräfte und Grenzen ernst nimmt‚ hat langfristig die Energie‚ um sich um andere zu kümmern․














